Nach dem Hören des Podcasts, in dem Xiao Jun Xie Saining interviewt, fühle ich mich sehr inspiriert. Eine der Erkenntnisse ist: Ich habe eine ganz andere Sicht auf die Bittere Lektion. Die ursprüngliche Auffassung war: Mit ausgeklügelten Regeln clever zu arbeiten, ist oft nicht so effektiv wie die Kombination von allgemeinen Algorithmen mit brutaler Kraft. Zum Beispiel hat Schach gegen Deep Blue verloren, Go gegen AlphaGo, und Übersetzungen sowie Bilderkennung haben gegen LLM verloren. Wir neigen dazu, das Klugsein zu überschätzen und das Ungeschickte zu unterschätzen. Das ist die bittere Lektion. Saining äußerte in dem Podcast einen sehr interessanten Punkt: LLM ist auch eine Art von Klugheit, eine Abkürzung, die versucht, AGI zu erreichen, indem sie eine Vielzahl von nicht objektiven Sprachdaten, die in kurzer Zeit im Internet gesammelt wurden, nutzt. Das ist ähnlich wie bei bestimmten Schulen im Go, die versuchen, Probleme zu lösen. Es ist auch eine Art von Klugheit und nicht Ungeschick. Die Intelligenz, die auf diese Weise erlangt wird, wird nur ein kleiner Teil sein und letztendlich nicht bestehen bleiben. Ich erinnere mich an das Konzept von "Große Weisheit sieht aus wie Dummheit" aus der "Kunst des Krieges": Wenn man unbesiegt bleiben will, ist das Wichtigste: Entweder nicht kämpfen oder mit zehnmal so vielen Truppen kämpfen, um in der Überzahl zu siegen. Auf die Hoffnung, mit wenigen gegen viele zu gewinnen, zu setzen, ist letztendlich eine bittere Lektion. Das gilt auch für Unternehmertum. Die bittersten Lektionen erhält man am leichtesten durch Klugheit. Zum Beispiel die Annahme, dass große Unternehmen es nicht tun werden, oder die Annahme, dass andere Firmen es nicht sehen. Das sind alles Selbstbetrug. Nicht klug zu sein und ungeschickte Wege zu finden, ist der Schlüssel zum Erfolg im Unternehmertum. Die Bittere Lektion ist eine gute Sache. Klugheit kann vielleicht hervorragend sein, aber die Erfahrung und das Verständnis von Bitterkeit bieten viel bessere Chancen auf Exzellenz.